Betriebsbesichtigungen

Nachfolgend sind stets aktuelle Nachberichte zu Erkundungen unterschiedlicher Betriebe zu finden.

Amtsgericht Erding

Im Rahmen der Studien- und Berufsorientierung hatten 17 Schüler*innen der Q11 die Gelegenheit, am Nachmittag des 19. November 2019 das Amtsgericht Erding zu besichtigen. Wir trafen uns um 13.45 Uhr am Haupteingang des Amtsgerichts Erding mit unserer Begleitlehrkraft Wolfgang Huber. Wir wurden von Herrn Dr. Priller, dem stellvertretenden Direktor, in einen Verhandlungssaal geführt, in dem eine Gerichtsverhandlung stattfinden sollte, da ein Mann anscheinend ohne Fahrerlaubnis mit dem Auto gefahren war und nun Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt hatte. Der Richter, der Staatsanwalt, eine Zeugin und ein Dolmetscher kamen alle nach einigen Minuten zu uns in den Verhandlungssaal, doch der Angeklagte und sein Rechtsbeistand erschienen nicht. Deshalb dauerte die Verhandlung auch nicht besonders lange und der Einspruch wurde abgelehnt. Natürlich waren wir alle etwas enttäuscht, da wir uns auf eine interessante Verhandlung gefreut hatten, aber der Richter und der Staatsanwalt waren sehr nett und aufgeschlossen und beantworteten noch ausführlich alle unsere Fragen.

Als nächstes stellte uns Frau Bühlmeier den vielfältigen Beruf des Rechtspflegers vor. Um Rechtspfleger zu werden, muss man ein dreijähriges duales Studium absolvieren und nach diesem gehören beispielsweise Zwangsvollstreckungen oder die Führung von Grundbüchern zu den typischen Aufgaben. Anschließend erzählte uns die Rechtsreferendarin Frau Wendel noch von ihrem Jurastudium und beantwortete uns noch viele Fragen.

Danach hatten zwei Schüler*innen die Gelegenheit sich die typischen Roben von Richter und Staatsanwalt überzuziehen und eine kleine Verhandlung zu führen, wobei der Schüler, der in die Rolle des Staatsanwalts schlüpfte, eine authentische Anklageschrift verlas. Auf diese Weise konnte uns Herr Dr. Priller den typischen Ablauf einer Verhandlung sehr anschaulich erklären.

Die Veranstaltung endete dann gegen 16 Uhr nach einer abschließenden Führung durch das Gebäude, bei der wir die Zellen, die Registratur und eine typische Geschäftsstelle des Amtsgerichts besichtigten.

Diese Betriebsbesichtigung war sehr lehrreich und hat sicher bei einigen von uns das Interesse an einem Rechtspfleger- oder Juristenberuf geweckt.

Belana Lindner

Hotel Victory

Wir treffen uns vor dem Haupteingang des Hotels „Victory“, das nach einem ehemaligen englischem Marineschiff benannt ist. Im Lobbybereich werden wir von der stellvertretenden Hoteldirektorin begrüßt, die uns zunächst einige allgemeine Informationen über das Hotel gibt und uns dann durch drei der 128 Zimmer führt. Wir besichtigen die „Yacht Kabine“, die „Kapitäns Kabine“ und das „Serenissima“, ein Zimmer im venezianischen Stil. Bis auf ein paar Ausnahmen sind alle Fenster der Hotelzimmer in Richtung der Therme ausgerichtet und bieten so einen karibischen Blick auf das Wellenbad. Wir erfahren, dass Hotelgäste im Durchschnitt nur eineinhalb Tage „an Bord“ bleiben, was zumindest zum Teil an einem stattlichen Preis von mindestens 200 € pro Übernachtung liegt. Weiter geht es mit einer kurzen Führung durch das Hotelrestaurant, das den Gästen täglich von exklusiven Steaks bis hin zu Wiener Schnitzel mit Pommes alles an kulinarischen Genüssen bietet. Hier können wir zudem Fragen bezüglich einer Ausbildung im Hotel oder beliebig anderen Bereichen stellen. Abschließend fahren wir mit dem Aufzug hinauf in den vierten Stock zum Tagungsraum des Hotels, der einen Panoramablick über Erding und Umgebung bietet. Die Betriebsbesichtigung klingt hier mit einer langen Fragerunde aus, in der uns alle unsere Fragen kompetent und ausführlich beantwortet werden.

Kristina Kliem

Die Polizei - Dein Freund und Helfer

Wer hat früher nicht davon geträumt und stolz verkündet: „Wenn ich groß bin, gehe ich zur Feuerwehr oder zur Polizei?“

Aber wie ist es eigentlich, Polizist zu sein? Welche Möglichkeiten hat man? Und welche Vor- und Nachteile hat dieser Beruf?

Das alles konnten Schüler*innen der 11. Klassen Ende November bei der Betriebsbesichtigung der Polizei im Rahmen der Studien – und Berufsorientierung erfahren.

Pünktlich zur achten Stunde kam ein Polizeibeamter zu uns an die Schule. Zunächst erzählte er uns, worauf es bei der Berufsfindung im Allgemeinen ankommt. Nämlich darauf, dass der Beruf zu einem passt, und dass man von dessen guten Seiten auch über schlechte und anstrengende Momente hinweggetragen wird. Im Polizeiberuf sind die guten Momente zum Beispiel die, in denen anderen geholfen werden kann. Wenn man Polizist werden möchte, sollten einem solche Momente so viel bedeuten, dass sie einem helfen über Situationen hinwegzukommen, bei denen die Beteiligten sich benachteiligt und unfair behandelt fühlen. Diese schönen Momente müssen aber auch über Situationen hinweghelfen in denen man, zum Beispiel zu Unfällen mit Verletzten oder vielleicht sogar Toten gerufen wird.

Der Beamte berichtete außerdem, wie viele Möglichkeiten man bei der Polizei hat. Polizei ist nämlich nicht gleich Polizei. Denn es gibt über 200 Spezialisierungen bei der Polizei. Beispielsweise Pferdestaffeln, Polizeitaucher, Hundertschaften oder auch Hundestaffeln. Im Fernsehen sieht man dabei meist nur die Kriminal- oder Streifenpolizei.

Nachdem uns Herr Härtter all unsere Fragen beantwortet hatte, ging es dann auch endlich aufs Polizeirevier. Dort besichtigten wir das ganze Revier, vom Empfang über den Trainings- und Lehrgangsraum, bis zu den Zellen, die wir auch von innen kennenlernten.

Alles in allem war es ein sehr interessanter Nachmittag, den hoffentlich viele von euch in den nächsten Jahren ebenso genießen können.

Martina Steigemann

Amadeus

Buchung, Check-in, Reiseversicherung und vieles mehr. Jeder, der schon einmal in den Urlaub gefahren ist, kennt vermutlich die vielen Dinge, die es zu berücksichtigen gilt, bevor man eine Reise antritt. Aber auch währenddessen oder danach können Situationen auftreten, in denen der Reisende Unterstützung benötigt. Hier kommt das IT-Unternehmen Amadeus und deren Software ins Spiel, indem sie für eine stärker vernetzte Reisebranche sorgen. „Reisen erweitert den Horizont, schafft Verbindungen und ist ein wichtiger Wirtschaftszweig. Reisen bedeutet Fortschritt und Amadeus verbessert Reisen“ heißt es auf der Homepage des IT-Unternehmens.

Am 26. November erhielten einige Schüler*innen der Q11 im Rahmen der Studien- und Berufsorientierung die Möglichkeit, Amadeus zu besichtigen. Zunächst bekamen wir einen kleinen Einblick in die wirtschaftliche Stellung sowie die Tätigkeiten des Unternehmens. Dabei erfuhren wir beispielsweise, dass weltweit über 19.000 Menschen in der Firma angestellt sind oder in welchen Situationen beispielsweise welche Software zum Einsatz kommt. Danach gab es eine Führung, in der wir einen exklusiven Einblick in das Rechenzentrum und die großen Hallen mit den Servern erhielten. Auch erfuhren wir die Funktionsweisen diverser Mechanismen, die hinter vielen Einzelprozessen stehen.

Ich persönlich fand die Besichtigung dieses Unternehmens sehr interessant. Vor allem haben mich die riesigen Räume mit den vielen Servern beeindruckt, da ich davor gar keine Vorstellung hatte, wie so etwas aussehen könnte. Auch das Unternehmen an sich war spannend, da es ja doch eine ziemlich große Stellung in der (Welt-) Wirtschaft hat.

Alles in allem auf jeden Fall ein gewinnbringender und horizonterweiternder Nachmittag, denn jeder konnte vermutlich das ein oder andere für sich und seine spätere Berufswahl mitnehmen.

Jasmin Ehrenboth

Isar-Sempt-Werkstätten

Viel zu selten denken wir an die Menschen, die nicht das Glück haben, gesund zur Welt gekommen zu sein wie zum Beispiel Menschen mit geistigen Behinderungen, die tagtäglich einen sehr eingeschränkten Alltag bewältigen müssen. Mich persönlich inspirieren solche Menschen sehr und als ich erfuhr, dass die Möglichkeit besteht, eine Betriebsbesichtigung in den Isar-Sempt-Werkstätten zu machen, war ich sehr froh darüber.

Wir, acht Schüler*innen der 11. Klasse, haben eine sehr spannende und berührende Führung durch die Behindertenwerkstätten, in denen ca. 150 Menschen mit geistiger Behinderung angestellt sind, bekommen. Allgemein gibt es dort viele verschiedene Bereiche, in denen gearbeitet werden kann wie zum Beispiel den Metallbereich, den Textildruck oder auch die Bereiche, in denen Behinderte Werbeartikel und Verpackungen vervollständigen. Die Produktionsergebnisse müssen in jedem Fall genau die gleiche Qualität aufweisen wie die aus einer „normalen“ Fabrik. Auch wenn es manchmal etwas länger dauert und zum Teil womöglich mehr Kraft und Nerven kostet, schaffen es die behinderten Menschen am Ende des Tages immer und sind sehr stolz auf ihre Leistung. Die Isar-Sempt-Werkstätten fördern die Menschen mit Assistenzbedarf nicht nur beruflich, sondern dienen ihnen auch zur Rehabilitation. Es gibt ein großes Angebot an Zusatzkursen, die belegt werden können, um die Persönlichkeitsentwicklung zu fördern wie beispielsweise Tanzkurse, Musikkurse oder sogar Nordic Walking.

Für mich waren die Einblicke in die Werkstätten sehr interessant. Was ich nie vergessen werde, sind die fröhlichen Gesichter der Menschen, die förmlich aufblühten, sobald wir den Raum betraten. Es hat mich wirklich unglaublich berührt, so viel Freude und Dankbarkeit zu spüren, als ich mir Zeit genommen habe, ein Gespräch mit ihnen zu führen und sie zum Lachen zu bringen.

Isabel Wagner

Kreiskrankenhaus Erding

Im Krankenhaus Erding angekommen, wurden wir sehr freundlich empfangen und erhielten sogar kleine Geschenke vom Direktor des Krankenhauses und einer Qualitätsmanagerin. Nach einem einführenden Informationsvortrag über die Verwaltung und die rechtlichen Aspekte der Führung eines Krankenhauses, haben wir gleich mit der Führung durch das Krankenhaus begonnen.

Den ersten Teil der Führung leitete die stellvertretende Pflegedirektorin. Zusammen mit ihr haben wir uns die Schlaganfallabteilung der Intensivstation angeschaut. Dort wurde zur Anschauung eine der Schülerinnen an die Geräte angeschlossen, mit denen normalerweise die Patienten auf einen Schlaganfall überprüft werden. Anschließend durften wir auch auf die Station für Neugeborene.

Nach einer guten halben Stunde hat ein Arzt die Führung unserer Gruppe übernommen und er zeigte uns die Abteilung für Kardiologie und die Notaufnahme. In der Kardiologie durften wir kurz bei der Vorbereitung einer Herz-OP zuschauen.

Es war ein sehr interessanter und spannender Besuch im Erdinger Krankenhaus. Wir gewannen viele neue Einblicke in den Berufsalltag von Ärzt*innen und Krankenpfleger*innen.

Mina Herdt

Landratsamt Erding

Am 3. Dezember 2019 begaben sich einige Schüler*innen der Q11 unter der Aufsicht von Frau Holzner auf den Weg, das Landratsamt Erding genauer unter die Lupe zu nehmen. Dort angekommen, wurde die Gruppe unter der Leitung von Ausbildungsleiterin Frau Bianka Adelsperger nach einer Begrüßung durch das große Gebäude des Landratsamtes geführt.

Unser erster Halt erfolgte in der Abteilung des Waffenrechts. Dort wurden uns die von diesem Teilbereich des Landratsamtes zu erfüllenden Aufgaben erläutert, wie das Eintragen von Jägern bzw. Sportschützen oder das Entgegennehmen von gefundenen oder vererbten Waffen. Ein Highlight war definitiv der Waffenschrank, der uns von einer Mitarbeiterin geöffnet worden ist, da sich dort eine beträchtliche Ansammlung von teils sehr alten Gewehren anhäufte. Fun fact: Sind die Mitarbeiter nicht in der Lage eine Waffe zu entschärfen, sind sie dazu verpflichtet, in einen mit Beton gefüllten Eimer zu schießen und damit die Schießgewehre zu sichern.

Anschließend führte uns Frau Adelsperger in das Sekretariat und sogar in das Büro des amtierenden Landrats Martin Bayerstorfer, da dieser zu diesem Moment nicht im Haus war. Die Sekretärinnen berichteten uns, dass sie im Rahmen ihres Jobs nicht nur mit diversen Themen aus verschiedenen Bereichen konfrontiert werden, sondern auch mit prominenten Persönlichkeiten in Kontakt treten.

Weiter ging der Rundgang in die Abteilung des Zulassungswesens, in der die KFZ-Zulassung stattfindet. Bei ca. 136.000 Einwohnern hat dieser Teil des Landratsamtes immer die Hände voll zu tun. Dafür sind die Arbeitszeiten der Arbeitnehmer geregelter, als in anderen Amtsbereichen.

Ebenfalls besuchten wir die Fahrerlaubnisbehörde. Unter deren Aufgaben versteht sich das Prüfen der Anträge von Fahrschulen, Prüfung der Begleitpersonen beim begleiteten Fahren, gegebenenfalls der Entzug der Fahrerlaubnis und zuletzt den stufenweisen Umtausch der alten Führerscheine in die Neuen.

Zufälligerweise hatten wir das Glück, einen der vorigen Landräte, Hans Zehetmair, zu treffen, da dieser gerade selbst dabei war, die Dienste des Landratsamtes in Anspruch zu nehmen. Eine Begegnung, die wir sicherlich zu schätzen wissen.

Zum Abschluss erhielt unsere Gruppe einen sehr ausführlichen und anschaulichen Vortrag zum dualen Studiengang Diplomverwaltungswirt von zwei Auszubildenden, die unter der Leitung von Frau Adelsperger sehr kurzfristig eine Präsentation für uns angefertigt hatten.

Annamaria Gojani