MINT 4 Girls am KAG

Bereits seit dem Schuljahr 2016/2017 nimmt unsere Schule an dem Projekt Mint 4 Girls der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HM) in München teil. Schülerinnen bekommen so die Möglichkeit, hautnah Berufe im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich (MINT) aus der Sicht von Studentinnen und Ingenieurinnen zu erleben. Studentinnen der Hochschule München kommen an unsere Schule, um unseren Schülerinnen das Projekt genauer zu erklären (get2know). So ist es auch möglich, erste Kontakte zu knüpfen. Im späteren get2gether geht es dann einen Tag an die Hochschule und direkt in ein Unternehmen, um auch den Arbeitsplatz einer Ingenieurin zu sehen und mit Experten zu sprechen, hierbei kooperiert die HM u. a. mit der BMW Group, Knorr-Bremse oder EOS. Hiermit fördern wir die Begeisterung für Technik und auch den Mut bei den Mädels, einen Studiengang im Mint-Bereich zu wählen.

Einblicke in den 3D-Druck - Exkursion mit MINT 4 Girls

Im Oktober bekamen naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen unserer Schule Dank des Projekts MINT 4 Girls die Gelegenheit, sich näher mit ihren Berufsmöglichkeiten im Bereich des Ingenieurswesens auseinanderzusetzen. Zunächst besuchten wir die Firma EOS in München, die sich auf die Herstellung verschiedenster Produkte mit Hilfe von 3D-Druckern spezialisiert hat. Vor Ort erhielten wir eine Führung durch die Labore der Firma, wobei uns die Funktionsweise des 3D-Druckens erklärt wurde. Außerdem konnten wir mehreren 3D-Druckern direkt bei ihrer Arbeit zusehen. Anschließend schilderten uns zwei Ingenieurinnen der Firma ihren Berufsalltag, wobei sie besonders auf die Berufsperspektiven für Frauen eingingen. Nachdem wir selbst Fragen an die Mitarbeiterinnen richten durften, wurden uns durch eine Gruppenarbeit erneut die Vorteile des 3D-Drucks vor Augen geführt. So ist der 3D-Druck im Vergleich zu anderen Produktionsweisen nicht nur schneller und effizienter, auch kann nahezu jeder vorstellbare Körper gedruckt werden.

Im Anschluss an unseren Besuch der Firma EOS besichtigten wir zwei Labore der Hochschule München. Im Labor für Akustik wurde uns unter anderem die Technik einer Kamera erklärt, die Geräusche filmen kann. Dort erfuhren wir außerdem, wie es ist, sich in einem schallisolierten Raum aufzuhalten. Das zweite Labor, das wir besichtigten, war das CANTER-Labor. Dort beschäftigen sich Studentinnen und Studenten mit der Forschung an Ersatzmaterialien für Gewebe. Auch hier kommen 3D-Drucker zum Einsatz, jedoch wird nicht mit Plastik oder Metall gedruckt, sondern mit einzelnen Zellen. So ist es beispielsweise möglich, Muskel- oder Hautgewebe zu drucken.

Des Weiteren führte uns eine Studentin über das Gelände der Hochschule München und erklärte uns hierbei deren Aufbau. Es war sehr interessant, die Hochschule von innen zu sehen und einiges über die Angebote der Hochschule für Studierende zu erfahren. 

Durch die Exkursion mit MINT 4 Girls erhielten wir Einblicke in Bereiche des Ingenieurswesens, von denen wir vorher fast nichts wussten. Besonders die Hintergründe des 3D-Druckens waren sehr lehrreich. Sowohl die Funktionsweise, als auch die kreativen Möglichkeiten, die der 3D-Drucker bietet, sind faszinierend. Auch Genaueres über die Arbeit und Forschungsweise von Studierenden herauszufinden, war durchaus eindrucksvoll.

Im Nachhinein betrachtet kann ich MINT 4 Girls auf jeden Fall weiterempfehlen. Auch wenn man noch nicht davon überzeugt ist, später einmal im naturwissenschaftlichen Bereich arbeiten zu wollen, lohnt es sich trotzdem, an dieser Exkursion teilzunehmen. Man bekommt viele interessante Einblicke, welche die beruflichen Entscheidungen vielleicht doch beeinflussen. Und selbst wenn das nicht der Fall sein sollte, hat man doch einiges gelernt und viel Spaß gehabt.

Jule Maylandt, 11Q6