„MINT 4 Girls“ am KAG

Bereits seit dem Schuljahr 2016/2017 nimmt unsere Schule an dem Projekt „MINT 4 Girls“ der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HM) in München teil. Schülerinnen der Jahrgangsstufen 9 bis 12 bekommen so die Möglichkeit, hautnah Berufe im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich (MINT) aus der Sicht von Studentinnen und Ingenieurinnen zu erleben und die Schule leistet einen aktiven Beitrag dazu, die Begeisterung und den Mut bei den Mädchen zu fördern, ein Studium im MINT-Bereich anzustreben.

Im Zuge der Auftaktveranstaltung, die unter dem Titel get2know stattfindet, kommen Studentinnen bzw. Absolventinnen der Hochschule München an unsere Schule, um unseren Schülerinnen das Projekt genauer zu erklären, einen Einblick in Studiengänge im MINT-Bereich an der HM zu geben und die eigenen Erfahrungen mit den Mädchen zu teilen. Im Zuge dessen besteht für die Teilnehmerinnen auch die Möglichkeit, erste Kontakte zu knüpfen.
Im Zuge eines Event-Tages, dem get2gether, besuchen die Schülerinnen die Hochschule München sowie eines der Partnerunternehmen der HM, sodass die Jugendlichen sich nicht nur mit Stundent*innen in MINT-Studiengängen austauschen und die Räumlichkeiten der HM kennenlernen können, sondern auch einen unmittelbaren Einblick in das Arbeitsleben einer Ingenieurin erhalten. geht es dann einen Tag an die Hochschule und direkt in ein Unternehmen, um auch den Arbeitsplatz einer Ingenieurin zu sehen und mit Experten zu sprechen. Die HM kooperiert u. a. mit der BMW Group, Knorr-Bremse oder EOS. In Anbetracht der besonderen Situation im laufenden Schuljahr wird das get2gether ggf. in digitaler Form stattfinden.

Ansprechpartnerin für „MINT 4 Girls“ am KAG ist Tina Dersch.

Referentinnen der Hochschule München am KAG

Am 21. Oktober 2020 hatten naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen der neunten bis zwölften Klassen unserer Schule im Rahmen des Projekts „MINT 4 Girls“ die Möglichkeit, an einem Vortrag dreier Referentinnen der Hochschule für angewandte Wissenschaften in München teilzunehmen. Im Rahmen der Veranstaltung wurde den 30 Teilnehmerinnen gezeigt, dass naturwissenschaftliche Studiengänge nicht nur etwas für Männer sind, sondern dass auch Frauen in diesen Bereichen gebraucht werden und viel erreichen können.

Nach einer kurzen Vorstellung ihres Studiengangs und ihres bisherigen Lebensweges haben uns die drei Referentinnen Sonja Schmid (Studentin, Physikalische Technik), Julia Ktitareva (Studentin, Scientific Computing) und Ceren Polat (studierte Fahrzeugtechnikerin und Ingenieurin) Fragen zu unseren bisherigen Vorstellungen zu technischen Studiengängen und Zukunftsplänen gestellt, welche wir mit einem Abstimmgerät beantworten konnten. So stellte sich heraus, dass die wenigsten von uns bei einem technischen Studium an Klischees wie Nerds ohne Leben außerhalb der Uni oder komplizierte mathematische Formeln denken, sondern viel eher an naturwissenschaftliche Fragestellungen mit technischer Anwendung. Außerdem planen bereits viele von uns ein Studium im Bereich der Technik und Naturwissenschaften oder im Bereich Medizin, Gesundheit und Sport. Nachdem die Referentinnen die Hochschule München anhand einiger Zahlen und Fakten vorgestellt hatten, wurden wir über die Vorteile eines Studiums an der HM aufgeklärt, wie zum Beispiel den Vorlesungen in kleinen Gruppen mit begleitenden Praktika, der einfachen Kommunikation mit Professoren sowie der Möglichkeit eines Dualen Studiums, eines Auslandssemesters oder einer Promotion. Nach der darauffolgenden Vorstellung einiger technischer Studiengänge, wie der Elektrotechnik oder der Luft- und Raumfahrttechnik, wurden uns das Duale Studium und die Entscheidungsmöglichkeiten bei diesem näher gebracht und einige mögliche Arbeitsbereiche nach einem abgeschlossenen Studium, wie der Bereich der Telekommunikation oder der Medizin, aufgezeigt. Anschließend gaben die Referentinnen einen Überblick über den Ablauf eines normalerweise sieben Semester dauernden Bachelorstudiengangs und wir bekamen ein Stundenplanbeispiel für eine typische Woche an der Hochschule zu sehen. Am Ende des Vortrags sollten wir erneut einige Fragen mit unseren Abstimmgeräten beantworten, bei denen wir festgestellt haben, dass die Hauptgründe für den geringen Frauenanteil in naturwissenschaftlichen Studienfächern aus unserer Sicht einerseits die abschreckende Männerdominanz und andererseits die Selbstzweifel der Frauen sind. Zugleich konnten uns die Expertinnen in unserer Ansicht, dass die Jobaussichten mit einem abgeschlossenen MINT-Studium äußerst aussichtsreich sind, bekräftigen.

Abschließend lässt sich sagen, dass der Vortrag wirklich sehr informativ und interessant war und wir nun alle deutlich besser über ein Studium im naturwissenschaftlich-technischen Bereich an der Hochschule München Bescheid wissen. Nun müssen wir nur noch hoffen, dass die besondere Situation im laufenden Schuljahr es zulässt, dass auch die geplante Folgeveranstaltung stattfinden kann. Im Zuge dessen würden wir (ggf. in digitaler Form) eines der Kooperationsunternehmen der HM besuchen, um einen Einblick in das Berufsleben von Ingenieurinnen zu erhalten.

Keona Nießner, 10D

Einblicke in den 3D-Druck - Exkursion mit MINT 4 Girls (Schuljahr 2019/2020)

Im Oktober bekamen naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen unserer Schule Dank des Projekts MINT 4 Girls die Gelegenheit, sich näher mit ihren Berufsmöglichkeiten im Bereich des Ingenieurswesens auseinanderzusetzen. Zunächst besuchten wir die Firma EOS in München, die sich auf die Herstellung verschiedenster Produkte mit Hilfe von 3D-Druckern spezialisiert hat. Vor Ort erhielten wir eine Führung durch die Labore der Firma, wobei uns die Funktionsweise des 3D-Druckens erklärt wurde. Außerdem konnten wir mehreren 3D-Druckern direkt bei ihrer Arbeit zusehen. Anschließend schilderten uns zwei Ingenieurinnen der Firma ihren Berufsalltag, wobei sie besonders auf die Berufsperspektiven für Frauen eingingen. Nachdem wir selbst Fragen an die Mitarbeiterinnen richten durften, wurden uns durch eine Gruppenarbeit erneut die Vorteile des 3D-Drucks vor Augen geführt. So ist der 3D-Druck im Vergleich zu anderen Produktionsweisen nicht nur schneller und effizienter, auch kann nahezu jeder vorstellbare Körper gedruckt werden.

Im Anschluss an unseren Besuch der Firma EOS besichtigten wir zwei Labore der Hochschule München. Im Labor für Akustik wurde uns unter anderem die Technik einer Kamera erklärt, die Geräusche filmen kann. Dort erfuhren wir außerdem, wie es ist, sich in einem schallisolierten Raum aufzuhalten. Das zweite Labor, das wir besichtigten, war das CANTER-Labor. Dort beschäftigen sich Studentinnen und Studenten mit der Forschung an Ersatzmaterialien für Gewebe. Auch hier kommen 3D-Drucker zum Einsatz, jedoch wird nicht mit Plastik oder Metall gedruckt, sondern mit einzelnen Zellen. So ist es beispielsweise möglich, Muskel- oder Hautgewebe zu drucken.

Des Weiteren führte uns eine Studentin über das Gelände der Hochschule München und erklärte uns hierbei deren Aufbau. Es war sehr interessant, die Hochschule von innen zu sehen und einiges über die Angebote der Hochschule für Studierende zu erfahren. 

Durch die Exkursion mit MINT 4 Girls erhielten wir Einblicke in Bereiche des Ingenieurswesens, von denen wir vorher fast nichts wussten. Besonders die Hintergründe des 3D-Druckens waren sehr lehrreich. Sowohl die Funktionsweise, als auch die kreativen Möglichkeiten, die der 3D-Drucker bietet, sind faszinierend. Auch Genaueres über die Arbeit und Forschungsweise von Studierenden herauszufinden, war durchaus eindrucksvoll.

Im Nachhinein betrachtet kann ich MINT 4 Girls auf jeden Fall weiterempfehlen. Auch wenn man noch nicht davon überzeugt ist, später einmal im naturwissenschaftlichen Bereich arbeiten zu wollen, lohnt es sich trotzdem, an dieser Exkursion teilzunehmen. Man bekommt viele interessante Einblicke, welche die beruflichen Entscheidungen vielleicht doch beeinflussen. Und selbst wenn das nicht der Fall sein sollte, hat man doch einiges gelernt und viel Spaß gehabt.

Jule Maylandt, 11Q6