P-Seminare am KAG

P-Seminar „American Cooking – Anything But Burgers”

Foodstyling

Am 23. März 2021 durften wir, das P-Seminar „American Cooking – Anything But Burgers” uns ein paar Tipps von Henriette Wulff (www.henriettewulff.de) einholen. Sie ist hauptberuflich Kochbuchautorin, Foodstylistin und gibt Kochkurse.

Vorab hatten wir Fragen vorbereitet, die uns Frau Wulff in einer Teams Sitzung beantwortet hat.

Angefangen hat Frau Wulff mit dem Thema Foodstyling. Wichtig ist hierbei, dass ihre Tipps sich um redaktionelle Fotos drehen. Sprich Fotos z. B. für Instagram, Zeitschriften und Kochbücher, nicht jedoch für Werbung. Denn bei Werbefotos ist das Ziel, die Menschen zum Kauf anzuregen. Redaktionelle Fotos hingegen sollen den Appetit anregen und ein (realistisches) Bild des Endprodukts zeigen. Bis man das eigentliche Foto machen kann, muss man jedoch erst Einiges vorbereiten. Man fängt auch nicht, wie vielleicht erwartet, mit dem Kochen an, sondern mit dem Foto-Konzept: Welche Atmosphäre soll das Bild am Ende erzeugen? Das erreicht man durch die Wahl des passenden Umfelds und der Accessoires. Hintergrund und Untergrund bastelt man sich am besten selbst mit angemalten Brettern, Tischdecken oder schönem Papier. Materialien für Hinter- und Untergründe bekommt  man z. B. im Baumarkt. (Anmerkung: Ist nicht zwingend meine bevorzugte Quelle, aber eine gute Möglichkeit.) Zu den Accessoires zählen Gläser, Servietten, Besteck und was man sonst noch auf das Bild packen möchte. Auch diese Gegenstände lassen sich preisgünstig besorgen, allerdings nicht im Baumarkt, sondern zum Beispiel auf Flohmärkten. Denn gerade Sachen, die nicht neu und perfekt aussehen geben dem Bild Charakter. An dieser Stelle bat uns Frau Wulff beispielsweiße parallel auf ihrer Internetseite nachzusehen und verdeutlichte ihre Tipps an ihren Bildern. Wir schauten uns Fotos von Spagetti, Kuchen und Käsespätzle an, wobei man direkt Lust aufs Kochen und vor Allem Hunger bekommen hat.

Hat man sich nun seinen Hintergrund und die Accessoires ausgesucht und diese auch platziert, richtet man die Kamera aus und positioniert alles. Je nachdem, was fotografiert wird, wählt man Frontansicht oder die Draufsicht. Nachdem man all diese Schritte erledigt hat, fängt man nun endlich mit dem Kochen an. Damit das Essen später auch lecker aussieht, sollte man schon bei der Auswahl der Zutaten auf „schöne“ Produkte achten, beziehungsweiße diese dann schön verarbeiten. Zum Beispiel also frischen schönen Salat kaufen und das Gemüse einigermaßen gleichmäßig schneiden.

Anschließend wird das Ganze angerichtet. Am besten, man nimmt eine kleinere Portion und garniert diese noch mit Kräutern, Salz, Pfeffer oder was eben dazu passt. Jetzt gilt es nur noch die Fotos zu machen und eventuell bei kleinen Unstimmigkeiten nachhelfen. Frau Wulff merkt an, man soll sich und die entstandenen Fotos, besonders als Anfänger, nicht mit denen aus der Werbung vergleichen. Denn in der Werbeindustrie stehen unter Umständen nicht einmal echte Lebensmittel vor der Kamera. Zum Beispiel ist das Eis aus der Werbung nicht unbedingt  echtes  Eis, sondern eine (künstliche) Nachahmung. Außerdem wird in manchen Fällen viel digital nachbearbeitet. Anmerkung: Das muss nicht immer so sein – es kommt ganz auf die Produktion an. Wichtig ist, dass die Fotos scharf sind und dass bei gutem Licht fotografiert wird.  Anmerkung: Meine Fotos werden in der Regel professionell bearbeitet, allerdings verwende ich keine App-Filter. Hier wurden zwei Themen inhaltlich vermischtDie Fotos produziert sie für Kunden,  auf ihren Social-Media-Kanälen, auf ihrer Internetseite oder in einem Kochbuch. Anmerkung: Ich mache das Foodstyling, aber nicht die Fotos. Ich bin  keine Food-Fotografin. Die Rezepte in ihren Kochbüchern sind von ihr selbst entwickelt, wobei sie sich vielseitig z. B. bei  ihren Reisen inspirieren lässt.

Wir haben inzwischen schon ein wenig geübt. Hier ein paar Beispiele:

 

Online-Kochkurs „New York“

Auch beim Lernen zu Hause konnte unser Seminar interessante Erfahrungen sammeln. Um einen Einblick in die Vielfältigkeit der amerikanischen Küche zu gewinnen, haben wir jeder ein 3-Gang-Menü zubereitet und in den Osterferien unserer Familie präsentiert. So gab es Speisen aus Mittelamerika, den USA und Kanada. Unser Favorit waren dabei verschiedene Fruchtpies die kanadische Nachspeise Nanaimo Bars.

Um uns weitere Inspirationen zu holen, machten wir mit Henriette Wulff einen Online-Kochkurs. Wir bekamen als Vorbereitung nur eine Einkaufsliste und mussten alle Zutaten abgewogen bereitstellen, damit wir zügig in der vorhandenen Zeit kochen konnten. Im „I love NY“-T-Shirt begrüßte uns Frau Wulff und führte uns mit viel Elan durch den Kurs. Dabei erklärte sie uns nicht nur, warum manchen Spaghetti mit Fleischbällchen eine amerikanische Spezialität ist (Little Italy ist direkt neben Chinatown in Manhattan und jede Nation von Einwanderern brachte ihre eigenen Spezialitäten in die amerikanische Küche ein), sondern erklärte auch, wie man am besten Zwiebeln schneidet und die Vorzüge der regionalen und saisonalen Zutaten. Überrascht hat uns, dass Dosentomaten mehr Aroma haben als frische, da sie in der Dose nachreifen.

Da jeder bei sich daheim gekocht hat, konnten wir dann abends unsere Familien zum Essen einladen, neben Spaghetti mit Fleischbällchen gab es Apple Crumble mit Vanilleeis. Das Essen war köstlich und das Kochen hat sehr viel Spaß gemacht. Auf diesem Weg noch vielen herzlichen Dank nach Berlin an Frau Wulff.

Die Zeit im Kochkurs verging wie im Flug und wir haben viel gelernt. Unser nächstes Ziel ist es, die gewonnenen Erfahrungen umzusetzen und zu überlegen, wie wir trotz Pandemie unser Seminar erfolgreich durchführen zu können.

P-Seminar Wirtschaft/Recht: Mit Communitymasken zum Erfolg

Im Rahmen von „JUNIOR – Schüler erleben Wirtschaft“ gründeten im Februar 2020 zehn Schüler*innen des P-Seminars Wirtschaft und Recht eine Schülerfirma mit dem Ziel praxisbezogen die Aufgabenbereiche eines Unternehmens kennenlernen. Von der Entwicklung einer Geschäftsidee über die konkrete Umsetzung sowie die Vermarktung und den Verkauf organisiere die Schülergruppe eigenverantwortlich und gemeinschaftlich. Ursprünglich planten die Teilnehmenden ein Organisationsbrett zu produzieren und gründeten ihr Unternehmen „EasyNeat“. Aber mit zunehmender Dauer des ersten Lockdowns und den damit verbundenen Schul- und Geschäftsschließungen erschienen die Absatzmöglichkeiten zu unsicher. Da die Covid-19-Pandemie das beherrschende Thema in allen Bereichen war, schien es auch sehr schwierig, Leute für ihr Produkt zu begeistern. Deshalb beschlossen sie, das beste aus der Situation zu machen und beantragten bei JUNIOR eine Änderung der Geschäftsidee, um künftig Mund-Nasen-Bedeckungen zu produzieren, die in vielen Situationen verpflichtend getragen werden müssen. Die Schüler*innen informierten sich über geeignete Stoffe, hinsichtlich der Anforderungen bei der Waschtemperatur und der Gewebedichte. Zur Individualisierung planten die Jungunternehmer*innen verschiedene Aufdrucke, die sie eigenständig anbrachten. Besonders hervorzuheben ist, dass sich mehrere Schüler*innen in den folgenden Wochen selbst das Nähen, teilweise mit Unterstützung ihrer Mütter, beibrachten. Das Startkapital wurde durch den Verkauf von Anteilsscheinen generiert. Die Finanzabteilung führte äußerst gewissenhaft Buch über die Einnahmen und Ausgaben, die jeweiligen Arbeitsstunden und anfallenden Steuern und Abgaben. In der Marketingabteilung wurde ein Logo und ein Instagram-Account erstellt und mit Schulöffnung auch ein Verkaufsstand in der Aula errichtet. Im September 2020 wurde EasyNeat, als „umsatzstärkstes und aktivstes Unternehmen“ von JUNIOR eingeladen, ihre Erfahrungen an die neu startenden Schülerfirmen weiterzugeben. Wie schon der Beginn der Unternehmenstätigkeit fiel auch die Unternehmensauflösung in einen Lockdown, so dass die geplante Hauptversammlung nicht stattfinden konnte.

Insgesamt wurden rund 535 Mund-Nasen-Bedeckungen genäht, bedruckt, verpackt und verkauft. Ein großer Dank geht hierbei an den Förderverein der Schule, der für alle Fünftklässler eine Communitymaske bestellte. Neben den vielen neuen Erfahrungen als Unternehmer*in wurde auch ein wirtschaftlicher Gewinn erzielt, der zum Großteil einem guten Zweck zugute kam. Die Anteilseigner konnten entscheiden, ob sie sich ihren Einsatz und/oder Gewinn ausbezahlen lassen oder ihn wahlweise an „Die Brücke“ Erding, die „Amadeu Antonio Stiftung“ und/oder für den Abiball spenden wollten.

Russische Raumfahrt

Привет вместе! 

Das P-Seminar „Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland in der Raumfahrt“ hat einen ca. 25-minütigen Podcast erstellt. Physikinteressierte und diejenigen, die mehr über dunkle Materie, die Erforschung ferner Galaxien und – in einem Exklusivinterview – die Arbeit der am Projekt beteiligten Wissenschaftler*innen erfahren wollen, finden interessante Informationen im Podcast. Das Röntgenteleskop eROSITA wurde am Max-Planck-Institut in Garching entwickelt und in Zusammenarbeit mit Russland ins All befördert, von wo es uns spannende Daten liefert. Darüberhinaus können die Zuhörer*innen noch etwas über gängige Vorurteile über die beiden Nationen in Erfahrung bringen und vielleicht sogar noch ein wenig Russisch lernen. Das Reinhören lohnt sich und zusätzlich ist auch noch ein kleiner Sprachkurs dabei!

Viel Spaß beim Anhören wünscht das P-Seminar.
До скорого! 

P-Seminar Traditionelles Bogenbauen

Traditionelles Bogenbauen – das war das Ziel unseres P-Seminars. Mit Abschluss des Seminars wollten wir alle einen selbstgebauten traditionellen Langbogen sowie viel Wissen rund um das Thema Pfeil und Bogen mit nach Hause nehmen. Unter den Umständen der Corona-Pandemie und dem Schulwechsel unseres ursprünglichen Seminarleiters Herrn Braun, verzögerte sich der eigentliche Beginn unseres Seminars und der Bau der Bögen bis zu Beginn der zwölften Klasse. In diesem Schuljahr und mit Frau Seisenberger als neuer Kursleiterin begannen wir in Kleingruppen viele Sponsoren zu sammeln, um die Kosten unseres Seminars zu decken. Eine große finanzielle Hilfe waren dabei unter anderem die Firma Auer Baustoffe GmbH und die Sparkasse Erding-Dorfen. Herzlichen Dank dafür. Des Weiteren bildete sich jeder von uns in einem bestimmten Bereich weiter und brachte diesen den anderen Teilnehmenden in einem anschaulichen Referat näher, sodass wir gegen Ende dieses Seminars auf ein breitgefächertes Wissen, vom Bogenbau an sich, über die Jagd mit dem Bogen bis hin zum therapeutischem Bogenschießen, zurückgreifen können.

Nach langer Wartezeit konnte schließlich ein Teil von uns am 23. Oktober 2020 die Bögen bauen. Hierzu wandten wir uns an den Experten Karl Saur, welcher schon frühere Seminare erfolgreich betreut hatte. In seiner Bogenbauwerkstatt in Ismaning fertigten wir mithilfe von Raspeln, Ziehklingen und Schleifpapier, aus von ihm vorbereiteten Rohlingen unsere Bögen. Anschließend haben wir unsere Bögen noch mit einer Wachsschicht überzogen und Kerben für das Seil an die Enden geritzt, sodass Herr Saur die Bögen bespannen konnte. Des Weiteren hat er uns noch einige Tipps für die Aufbewahrung gegeben. 

Die zweite Hälfte unseres Kurses hatte aufgrund eines erneuten Lockdowns bis zum jetzigen Zeitpunkt leider noch nicht die Möglichkeit, ihre Bögen zu bauen. Aufgrund dessen konnten wir auch noch kein gemeinsames Bogenschießen veranstalten. Mit ein bisschen Glück werden wir jedoch beides in naher Zukunft nachholen können.

Abschließend lässt sich sagen, dass trotz der ungünstigen Umstände wohl jeder etwas aus dem Seminar mitnehmen konnte, ob es nun Wissen, Erfahrung im Sponsorensuchen, das Organisieren in der Gruppe oder sogar ein selbstgebauter Bogen ist. In jedem Fall war es eine gute Erfahrung außerhalb des klassischen rein theoretischen Schulalltags. 

Martina Steigemann (12Q2) und Paul Jones (12Q1)

P-Seminar: Pilgern und Corona? Und ob!

Auch das P-Seminar Pilgern wurde durch die Corona-Pandemie deutlich eingeschränkt. Aber wir machten das Beste aus den Gegebenheiten, denn wie Goethe schon einmal formulierte: „Auch aus Steinen,die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen.“ Wir disponierten also um und aus der ursprünglichen Pilgerwoche wurden einzelne Tage.

Nach einer gründlichen Vorbereitung durch Referate über regionale und internationale Pilgerwege, Kleidung, Ernährung und Wundversorgung, starteten wir die erste gemeinsame Wanderung vor dem Eingang des KAG. Über Altenerding ging es auf ruhigen Feldwegen nach Moosinning. Dort besuchten wir die Kirche Sankt Emmeram. Dann liefen wir weiter zum Moosinninger Weiher. Unser Weg führte anschließend nach Eichenried und über den Golfplatz zum Naturschutzgebiet, wo wir unsere Mittagspause einlegten. Dort bekamen wir einen Überraschungsbesuch von einem ortsansässigen Jäger, der uns einiges über das Naturschutzgebiet erzählen konnte. Über Feldwege, am sog. Karibikweiher vorbei und durch einige Dörfer wanderten wir wieder zurück. Nach 33 km erreichten wir wieder die Schule: „Der Schmerz vergeht, der Stolz der bleibt!“

Die zweite Pilgerwanderung sollte uns nach Maria Thalheim führen. Auf dem Weg gab es eine Bildersuche. Insgesamt zwölf Objekte, z. B. ein Feldkreuz oder einen Brunnen, galt es zu entdecken. Von Anfang an hieß es also „Augen auf!“. Unter strahlend blauem Himmel zogen wir über Kies-und Feldwege durch Grucking und andere Dörfer. Immer wieder mussten wir kleinere Hügel erklimmen und hatten so einen wunderbaren Blick über die umliegende Landschaft und die Wallfahrtskirche Maria Thalheim, die wir anschließend von innen besichtigten. Nach der Rast ließen wir auf sehr reizvollen Wegen Maria Thalheim hinter uns und erreichten nach gut sieben Stunden schließlich den Ausgangspunkt. Die Strecke war landschaftlich außerordentlich schön und auch das Wetter hat mitgespielt.

Obwohl wir uns alle auf eine mehrtägige Pilgerreise gefreut hätten und dafür auch gut vorbereitet waren, zeigte sich die „Corona-Variante“ als gelungener Ersatz. Wir hatten sehr viel Spaß, wuchsen zu einer rich-tigen Gemeinschaft zusammen und waren stolz auf das Geleistete. Anstelle eines Präsentationsabends wird das P-Seminar die Strecken in einem kleinen Wanderheft zusammenstellen, das Interessierten auch zur Verfügung gestellt werden kann.

Luna Dunkel, Jasmin Ehrenboth, Simon Worofka, Janina Ziegler (Seminarteilnehmer*innen)

Graffiti als Statement

Seit dem Frühjahr 2020 beschäftigte sich das P-Seminar Geograffiti unter der Leitung der Lehrkräfte Susie Würdig (Geographie) und Margrit Hohenberger (Kunst) mit der Thematik Urban-Art als Möglichkeit, gesellschaftliche Brennpunktthemen künstlerisch darzustellen. Am 11. Dezember lud das P-Seminar nun zu einer kurzen Vorstellung der drei von ihnen gestalteten Wände, die an der Fassade der Schule im Bereich der Wartezonen der Bushaltestellen entstanden.

Für die Oberstufenschüler*innen und war schnell klar, dass die Wandgestaltungen nicht nur gefällig und anregend werden sollen, sondern auch aktuelle Themen unserer Zeit aufgegriffen werden müssen. Die zunehmende Regenwaldrodung und Bedrohung des Klimas, die Verschmutzung der Meere durch Plastik und das durch die „Black Lives Matter“-Bewegung in den Fokus gerückte Thema Gleichberechtigung wurden von den Jugendlichen ausgewählt und als Graffiti umgesetzt. Die gestalteten Wände sind von der Straße aus sehr gut sichtbar, durch auffällige Schriftzüge und eine wirkungsvolle Darstellung kann die Botschaft mit einem kurzen Blick erfasst werden.

Das P-Seminar erhielt durch den Erdinger Urban-Art Künstler Daniel Westermeier alias Mr. Wood-land professionelle Unterstützung für die Spraytage. Die Firma Wurzer-Umwelt aus Eitting förderte das Projekt finanziell. Bei der Vorstellung durften die Schüler*innen sowohl den Künstler, Vertreter*innen der Firma Wurzer-Umwelt sowie Kreisrat Michael Oberhofer als Vertreter des Landkreises begrüßen.

P-Seminar Kräuterspirale

Das P-Seminar Kräuterspirale hat ein Kräuterlexikon zusammengestellt, welches sichausgehängt vor den Biologie-Räumenfindet. Zudem haben die Seminarteilnehmer*innen ein kleines Rezeptbuch verfasst.

„TransAlp“ wird zur „TransBavaria“

Die Covid-19 Pandemie hat auch bei der in diesem Jahr zum fünften Mal geplanten Alpenüberquerung des KAG seine Spuren hinterlassen. Gemäß kultusministerieller Anordnung können von April 2020 bis Januar 2021 mehrtägige Schulfahrten nicht stattfinden. Dies bedeutete für die Alpencrosser des P-Seminars „TransAlp“ die Absage der eigentlichen Tour über den Alpenhauptkamm an den Gardasee. Die einzig mögliche Alternative, wenigstens abschnittsweise outdoor unterwegs zu sein, war eine abgespeckte Version mit vier klassischen Ein-Tages-Touren in Bayern. So wurde aus der Not eine Tugend gemacht und die „TransAlp“ in eine „TransBavaria“ umgewandelt. Es wurden vier Regionen in den bayerischen Bergen angesteuert: das Mangfallgebirge, der Chiemgau, das Karwendel und das Wettersteingebirge mit dem höchsten Berg Deutschlands, der Zugspitze.

Die Enttäuschung war bei allen Teilnehmer*innen groß, als die endgültige Nachricht eintraf, alle mehrtägigen Schulfahrten seien bis auf Weiteres nicht möglich. Zum einen war zu diesem Zeitpunkt nicht gewiss, ob überhaupt eine Alternative möglich sein würde, zum anderen war von da an jegliche Planung und Vorbereitung, die schon teilweise in der zehnten Klasse begonnen hatte, hinfällig geworden. Auch einige Partner und Sponsoren hatten bereits ihre Zusage gegeben, mit dem KAG und dem Seminar zusammenzuarbeiten. Dankenswerterweise unterstützten diese das KAG-Projekt dennoch weiterhin finanziell und ideell.

Als dann bei der ersten Tour die Gestalt der herbstlichen Berge über dem Tegernsee zum ersten Mal auftauchte, lag jedwede anfängliche Enttäuschung über die notwendig gewordene Planänderung weit zurück. Spätestens mit dem ersten längeren Anstieg ins Langenautal hinter Kreuth stellte sich auch das ersehnte Gemeinschaftsgefühl ein, das für die Seminarleiter*innen Moni Friedrich und Flori v. d. Stemmen so wichtig ist. Im Chiemgau wurde auf herrlicher Tour und über versteckte Schmugglerwege der Geigelstein umrundet und im Karwendel über das Johannes- und Laliderertal die nach dreijähriger Sanierung wieder eröffnete Falkenhütte erklommen. Die Tour im Karwendel war etwas für härtere Naturen, denn die ersten drei Stunden regnete es durchgehend, was aber auf Seiten der Kursteilnehmer*innen nicht groß zur Kenntnis genommen wurde. Im Gegenteil, die Erfahrung, auch bei sogenanntem „schlechten“ Wetter Teil eines beeindruckenden Bergerlebnisses zu sein, wollte im Nachhinein keiner missen. Retrospektivisch waren sich alle einig, dass Regen, gerade in den Bergen, etwas sehr Schönes sein kann!

Neben der imponierenden „landschaftlichen“ Umgebung, wie sie Quirin Lerch, einer der Kursteilnehmer zu nennen pflegte, war es auch die Geselligkeit, die jegliche Anstrengung und auch manchen Schmerz entlohnte. Dies galt besonders während der letzten Tour um das Wettersteinmassiv, die mit zunehmenden Höhenmetern - beinahe 1900 waren es am Ende - für Einige zäher und schmerzhafter wurde als gedacht. Dafür waren das Abschlussessen in Mittenwald und die gemeinsame Rückreise im Bus umso lustiger. Die KAG-Mountainbiker*innen und ihre Coaches hatten trotz aller widrigen Umstände eine wundervolle Zeit, an die sie sich noch in einigen Jahren mit viel Freude zurückerinnern werden. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle den Eltern, Partnern und Sponsoren, die trotz allem immer an das Projekt geglaubt und die Beteiligten unterstützt haben.