P-Seminare am KAG

Russische Raumfahrt

Привет вместе! 

Das P-Seminar „Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland in der Raumfahrt“ hat einen ca. 25-minütigen Podcast erstellt. Physikinteressierte und diejenigen, die mehr über dunkle Materie, die Erforschung ferner Galaxien und – in einem Exklusivinterview – die Arbeit der am Projekt beteiligten Wissenschaftler*innen erfahren wollen, finden interessante Informationen im Podcast. Das Röntgenteleskop eROSITA wurde am Max-Planck-Institut in Garching entwickelt und in Zusammenarbeit mit Russland ins All befördert, von wo es uns spannende Daten liefert. Darüberhinaus können die Zuhörer*innen noch etwas über gängige Vorurteile über die beiden Nationen in Erfahrung bringen und vielleicht sogar noch ein wenig Russisch lernen. Das Reinhören lohnt sich und zusätzlich ist auch noch ein kleiner Sprachkurs dabei!

Viel Spaß beim Anhören wünscht das P-Seminar.
До скорого! 

P-Seminar Traditionelles Bogenbauen

Traditionelles Bogenbauen – das war das Ziel unseres P-Seminars. Mit Abschluss des Seminars wollten wir alle einen selbstgebauten traditionellen Langbogen sowie viel Wissen rund um das Thema Pfeil und Bogen mit nach Hause nehmen. Unter den Umständen der Corona-Pandemie und dem Schulwechsel unseres ursprünglichen Seminarleiters Herrn Braun, verzögerte sich der eigentliche Beginn unseres Seminars und der Bau der Bögen bis zu Beginn der zwölften Klasse. In diesem Schuljahr und mit Frau Seisenberger als neuer Kursleiterin begannen wir in Kleingruppen viele Sponsoren zu sammeln, um die Kosten unseres Seminars zu decken. Eine große finanzielle Hilfe waren dabei unter anderem die Firma Auer Baustoffe GmbH und die Sparkasse Erding-Dorfen. Herzlichen Dank dafür. Des Weiteren bildete sich jeder von uns in einem bestimmten Bereich weiter und brachte diesen den anderen Teilnehmenden in einem anschaulichen Referat näher, sodass wir gegen Ende dieses Seminars auf ein breitgefächertes Wissen, vom Bogenbau an sich, über die Jagd mit dem Bogen bis hin zum therapeutischem Bogenschießen, zurückgreifen können.

Nach langer Wartezeit konnte schließlich ein Teil von uns am 23. Oktober 2020 die Bögen bauen. Hierzu wandten wir uns an den Experten Karl Saur, welcher schon frühere Seminare erfolgreich betreut hatte. In seiner Bogenbauwerkstatt in Ismaning fertigten wir mithilfe von Raspeln, Ziehklingen und Schleifpapier, aus von ihm vorbereiteten Rohlingen unsere Bögen. Anschließend haben wir unsere Bögen noch mit einer Wachsschicht überzogen und Kerben für das Seil an die Enden geritzt, sodass Herr Saur die Bögen bespannen konnte. Des Weiteren hat er uns noch einige Tipps für die Aufbewahrung gegeben. 

Die zweite Hälfte unseres Kurses hatte aufgrund eines erneuten Lockdowns bis zum jetzigen Zeitpunkt leider noch nicht die Möglichkeit, ihre Bögen zu bauen. Aufgrund dessen konnten wir auch noch kein gemeinsames Bogenschießen veranstalten. Mit ein bisschen Glück werden wir jedoch beides in naher Zukunft nachholen können.

Abschließend lässt sich sagen, dass trotz der ungünstigen Umstände wohl jeder etwas aus dem Seminar mitnehmen konnte, ob es nun Wissen, Erfahrung im Sponsorensuchen, das Organisieren in der Gruppe oder sogar ein selbstgebauter Bogen ist. In jedem Fall war es eine gute Erfahrung außerhalb des klassischen rein theoretischen Schulalltags. 

Martina Steigemann (12Q2) und Paul Jones (12Q1)

P-Seminar: Pilgern und Corona? Und ob!

Auch das P-Seminar Pilgern wurde durch die Corona-Pandemie deutlich eingeschränkt. Aber wir machten das Beste aus den Gegebenheiten, denn wie Goethe schon einmal formulierte: „Auch aus Steinen,die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen.“ Wir disponierten also um und aus der ursprünglichen Pilgerwoche wurden einzelne Tage.

Nach einer gründlichen Vorbereitung durch Referate über regionale und internationale Pilgerwege, Kleidung, Ernährung und Wundversorgung, starteten wir die erste gemeinsame Wanderung vor dem Eingang des KAG. Über Altenerding ging es auf ruhigen Feldwegen nach Moosinning. Dort besuchten wir die Kirche Sankt Emmeram. Dann liefen wir weiter zum Moosinninger Weiher. Unser Weg führte anschließend nach Eichenried und über den Golfplatz zum Naturschutzgebiet, wo wir unsere Mittagspause einlegten. Dort bekamen wir einen Überraschungsbesuch von einem ortsansässigen Jäger, der uns einiges über das Naturschutzgebiet erzählen konnte. Über Feldwege, am sog. Karibikweiher vorbei und durch einige Dörfer wanderten wir wieder zurück. Nach 33 km erreichten wir wieder die Schule: „Der Schmerz vergeht, der Stolz der bleibt!“

Die zweite Pilgerwanderung sollte uns nach Maria Thalheim führen. Auf dem Weg gab es eine Bildersuche. Insgesamt zwölf Objekte, z. B. ein Feldkreuz oder einen Brunnen, galt es zu entdecken. Von Anfang an hieß es also „Augen auf!“. Unter strahlend blauem Himmel zogen wir über Kies-und Feldwege durch Grucking und andere Dörfer. Immer wieder mussten wir kleinere Hügel erklimmen und hatten so einen wunderbaren Blick über die umliegende Landschaft und die Wallfahrtskirche Maria Thalheim, die wir anschließend von innen besichtigten. Nach der Rast ließen wir auf sehr reizvollen Wegen Maria Thalheim hinter uns und erreichten nach gut sieben Stunden schließlich den Ausgangspunkt. Die Strecke war landschaftlich außerordentlich schön und auch das Wetter hat mitgespielt.

Obwohl wir uns alle auf eine mehrtägige Pilgerreise gefreut hätten und dafür auch gut vorbereitet waren, zeigte sich die „Corona-Variante“ als gelungener Ersatz. Wir hatten sehr viel Spaß, wuchsen zu einer rich-tigen Gemeinschaft zusammen und waren stolz auf das Geleistete. Anstelle eines Präsentationsabends wird das P-Seminar die Strecken in einem kleinen Wanderheft zusammenstellen, das Interessierten auch zur Verfügung gestellt werden kann.

Luna Dunkel, Jasmin Ehrenboth, Simon Worofka, Janina Ziegler (Seminarteilnehmer*innen)

Graffiti als Statement

Seit dem Frühjahr 2020 beschäftigte sich das P-Seminar Geograffiti unter der Leitung der Lehrkräfte Susie Würdig (Geographie) und Margrit Hohenberger (Kunst) mit der Thematik Urban-Art als Möglichkeit, gesellschaftliche Brennpunktthemen künstlerisch darzustellen. Am 11. Dezember lud das P-Seminar nun zu einer kurzen Vorstellung der drei von ihnen gestalteten Wände, die an der Fassade der Schule im Bereich der Wartezonen der Bushaltestellen entstanden.

Für die Oberstufenschüler*innen und war schnell klar, dass die Wandgestaltungen nicht nur gefällig und anregend werden sollen, sondern auch aktuelle Themen unserer Zeit aufgegriffen werden müssen. Die zunehmende Regenwaldrodung und Bedrohung des Klimas, die Verschmutzung der Meere durch Plastik und das durch die „Black Lives Matter“-Bewegung in den Fokus gerückte Thema Gleichberechtigung wurden von den Jugendlichen ausgewählt und als Graffiti umgesetzt. Die gestalteten Wände sind von der Straße aus sehr gut sichtbar, durch auffällige Schriftzüge und eine wirkungsvolle Darstellung kann die Botschaft mit einem kurzen Blick erfasst werden.

Das P-Seminar erhielt durch den Erdinger Urban-Art Künstler Daniel Westermeier alias Mr. Wood-land professionelle Unterstützung für die Spraytage. Die Firma Wurzer-Umwelt aus Eitting förderte das Projekt finanziell. Bei der Vorstellung durften die Schüler*innen sowohl den Künstler, Vertreter*innen der Firma Wurzer-Umwelt sowie Kreisrat Michael Oberhofer als Vertreter des Landkreises begrüßen.

P-Seminar Kräuterspirale

Das P-Seminar Kräuterspirale hat ein Kräuterlexikon zusammengestellt, welches sichausgehängt vor den Biologie-Räumenfindet. Zudem haben die Seminarteilnehmer*innen ein kleines Rezeptbuch verfasst.

„TransAlp“ wird zur „TransBavaria“

Die Covid-19 Pandemie hat auch bei der in diesem Jahr zum fünften Mal geplanten Alpenüberquerung des KAG seine Spuren hinterlassen. Gemäß kultusministerieller Anordnung können von April 2020 bis Januar 2021 mehrtägige Schulfahrten nicht stattfinden. Dies bedeutete für die Alpencrosser des P-Seminars „TransAlp“ die Absage der eigentlichen Tour über den Alpenhauptkamm an den Gardasee. Die einzig mögliche Alternative, wenigstens abschnittsweise outdoor unterwegs zu sein, war eine abgespeckte Version mit vier klassischen Ein-Tages-Touren in Bayern. So wurde aus der Not eine Tugend gemacht und die „TransAlp“ in eine „TransBavaria“ umgewandelt. Es wurden vier Regionen in den bayerischen Bergen angesteuert: das Mangfallgebirge, der Chiemgau, das Karwendel und das Wettersteingebirge mit dem höchsten Berg Deutschlands, der Zugspitze.

Die Enttäuschung war bei allen Teilnehmer*innen groß, als die endgültige Nachricht eintraf, alle mehrtägigen Schulfahrten seien bis auf Weiteres nicht möglich. Zum einen war zu diesem Zeitpunkt nicht gewiss, ob überhaupt eine Alternative möglich sein würde, zum anderen war von da an jegliche Planung und Vorbereitung, die schon teilweise in der zehnten Klasse begonnen hatte, hinfällig geworden. Auch einige Partner und Sponsoren hatten bereits ihre Zusage gegeben, mit dem KAG und dem Seminar zusammenzuarbeiten. Dankenswerterweise unterstützten diese das KAG-Projekt dennoch weiterhin finanziell und ideell.

Als dann bei der ersten Tour die Gestalt der herbstlichen Berge über dem Tegernsee zum ersten Mal auftauchte, lag jedwede anfängliche Enttäuschung über die notwendig gewordene Planänderung weit zurück. Spätestens mit dem ersten längeren Anstieg ins Langenautal hinter Kreuth stellte sich auch das ersehnte Gemeinschaftsgefühl ein, das für die Seminarleiter*innen Moni Friedrich und Flori v. d. Stemmen so wichtig ist. Im Chiemgau wurde auf herrlicher Tour und über versteckte Schmugglerwege der Geigelstein umrundet und im Karwendel über das Johannes- und Laliderertal die nach dreijähriger Sanierung wieder eröffnete Falkenhütte erklommen. Die Tour im Karwendel war etwas für härtere Naturen, denn die ersten drei Stunden regnete es durchgehend, was aber auf Seiten der Kursteilnehmer*innen nicht groß zur Kenntnis genommen wurde. Im Gegenteil, die Erfahrung, auch bei sogenanntem „schlechten“ Wetter Teil eines beeindruckenden Bergerlebnisses zu sein, wollte im Nachhinein keiner missen. Retrospektivisch waren sich alle einig, dass Regen, gerade in den Bergen, etwas sehr Schönes sein kann!

Neben der imponierenden „landschaftlichen“ Umgebung, wie sie Quirin Lerch, einer der Kursteilnehmer zu nennen pflegte, war es auch die Geselligkeit, die jegliche Anstrengung und auch manchen Schmerz entlohnte. Dies galt besonders während der letzten Tour um das Wettersteinmassiv, die mit zunehmenden Höhenmetern - beinahe 1900 waren es am Ende - für Einige zäher und schmerzhafter wurde als gedacht. Dafür waren das Abschlussessen in Mittenwald und die gemeinsame Rückreise im Bus umso lustiger. Die KAG-Mountainbiker*innen und ihre Coaches hatten trotz aller widrigen Umstände eine wundervolle Zeit, an die sie sich noch in einigen Jahren mit viel Freude zurückerinnern werden. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle den Eltern, Partnern und Sponsoren, die trotz allem immer an das Projekt geglaubt und die Beteiligten unterstützt haben.