Austauschprogramme mit Frankreich

Unsere Schüler*innen haben die Möglichkeit, an zwei Austauschprogrammen mit französischen Schulen teilzunehmen.

Die Partnerschaft mit dem „Collège François Villon“ in Les Ponts-de-Cé, einem Vorort der westfranzösischen Stadt Angers an der Loire, erfreut sich schon seit vielen Jahren großer Beliebtheit. Im Abstand von zwei Jahren führen wir mit ca. 40 Teilnehmer*innen des KAG diesen Austausch durch. Zum einen fahren unsere Schüler*innen für etwa eine Woche nach Frankreich, um dort in den Familien ihrer Partner, Alltagsleben, Schule und vor allem auch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Umgebung kennenzulernen. Im Gegenzug besuchen uns dann die jungen Französinnen und Franzosen.

Dieses Programm wendet sich in der Regel an die Klassen 7 bis 9, je nachdem, wer sich auf französischer Seite angemeldet hat, denn die Partner*innen sollten schon einigermaßen altersgleich sein.

Für unsere älteren Französisch-Schüler*innen ab der Klasse 10 konnten wir im Schuljahr 2018/2019 zum ersten Mal einen neuen, sehr attraktiven Austauschpartner finden. Das „Institut de Genech“ befindet sich ganz in der Nähe der nordfranzösischen Großstadt Lille und ist eine riesengroße Bildungsanstalt, die neben dem herkömmlichen Gymnasium sogar einen sehr renommierten landwirtschaftlichen Zweig aufweist, der allein schon sehenswert ist.

Die Erfahrungen im ersten Jahr waren überwältigend, nicht nur wegen der phantastischen Möglichkeiten in der Umgebung (kilometerlange Sandstrände, Belgien, Kultur), sondern auch dank der Herzlichkeit und Großzügigkeit der Gastgeber*innen. Auch bei diesem Programm statten uns die französischen Partner einen Gegenbesuch in Erding ab.

Austausch mit Les Ponts-de-Cé im Schuljahr 2018/2019

Dieses Schuljahr stand wieder im Zeichen des Frankreichaustauschs, der alle zwei Jahre mit unserer Partnerschule, dem Collège François Villon in Les Ponts-de-Cé (nähe Angers, Region Pays de la Loire), durchgeführt wird. Erfreulicherweise konnten dieses Mal stolze 43 Schüler*innen aus den Jahrgangsstufen 7 bis 9 für die Teilnahme gewonnen werden. Am Freitag war es dann endlich so weit: Nach einer sehr langen Busfahrt über Nacht von Les Ponts-de-Cé nach Erding erreichten unsere französischen Gäste schließlich ihr Ziel, das KAG. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Organisatorin des Austauschs, Franziska Egger, nahmen die Franzosen ihre Lunchpakete in Empfang, die ihre Austauschpartner für sie liebevoll vorbereitet hatten und nahmen ihr Frühstück ein. Einige Schüler*innen gingen anschließend noch auf Erkundungstour und verschafften sich so einen ersten Eindruck vom Schulhaus. Nach Unterrichtsende wurden sie dann von ihren deutschen Partnern abgeholt und verbrachten das Wochenende in den Gastfamilien, wo ein erstes gegenseitiges Kennenlernen bei zahlreichen Ausflügen erfolgte: Besuche der Therme Erding und des Münchner Olympiaparks sowie Ausflüge nach Landshut, Österreich und sogar nach Tschechien standen auf dem Programm. Nach einem erlebnisreichen Wochenende ging es dann am Montag mit den Austauschpartnern in die Schule, wo die Franzosen höchst interessante Einblicke (in unterschiedlichsten Fächern) in den Unterricht an einem deutschen Gymnasium bekamen. Im Anschluss fuhren die Franzosen zum Schrannenplatz nach Erding, wo sie bereits Frau Gebauer mit einer Stadtrallye erwartete. Beim Lösen kniffeliger Fragen zur Stadtgeschichte und Topographie Erdings, konnten die französischen Austauschpartner so die Umgebung unserer Schule besser kennenlernen. Am folgenden Tag unternahmen alle Austauschteilnehmer, insgesamt ca. 90 SchülerInnen in Begleitung von Frau Stapf und Frau Leeb einen gemeinsamen Ausflug nach Farchant bei Garmisch zu den Kuhfluchtwasserfällen. Nach einer kleinen Wanderung auf einem Walderlebnispfad erreichte die Gruppe die Wasserfälle, die sich in drei Stufen über 270 Meter in die Tiefe stürzen. Gerade für die Franzosen war dies ein besonderes Erlebnis, da die meisten in ihrem bisherigen Leben aufgrund der großen Entfernung noch nie im Gebirge waren. Nach der Exkursion zu den Wasserfällen besichtigten die SchülerInnen noch das Skistadion in Garmisch mit seiner beeindruckenden Schanze. Am Mittwoch wartete dann ein weiteres Highlight auf die französischen Gäste: der Besuch der Stadt München. Zuerst ging es ins deutsche Museum, wo die Schüler*innen selbstständig auf Entdeckungstour gehen konnten. Im Anschluss machte die Gruppe bei herrlichem Wetter einen Spaziergang durch München, wobei sie von Frau See und Frau Egger begleitet wurde. Man besichtigte den Marienplatz, bestieg den Kirchturm alter Peter, und ging anschließend durch den Hofgarten zur Eisbachwelle, um die Surfer und ihre Kunststücke zu bewundern. Am Donnerstag, dem letzten Tag des Aufenthalts, erwartete die französischen Gäste noch ein ganz besonderes Erlebnis: der Besuch der Brauerei „Erdinger Weißbräu“ mit anschließendem Weißwurstfrühstück. Nach einer kurzen Einführung per Video in die Firmengeschichte sowie in die chemischen Prozesse des Bierbrauens, erfolgte eine Führung durch die Brauerei, in der den Schülern auf anschauliche Weise die Geheimnisse des Brauens vermittelt wurden. Am Abend hieß es dann Abschied nehmen nach einer erlebnisreichen Woche, die fast wie im Flug vergangen zu sein schien.

Austausch mit Genech im Schuljahr 2018/2019

Nach langwierigen Vorbereitungen konnten zwanzig 10.- und 11.-Klässler des KAGs vom 21. bis 28. Mai zum ersten Mal ihre neuen Austauschpartner vom Institut de Genech in Nordfrankreich besuchen. Bei der Ankunft nach einer zwar langen, aber insgesamt angenehmen Zugfahrt im TGV kamen die Erdinger aus dem Staunen nicht mehr heraus. Das Gymnasium, mit dem der Austausch stattfindet, ist Teil einer riesigen Schule, deren landwirtschaftliche Abteilung zu den Größten Frankreichs zählt. So gab es dort nicht nur eine Pferdezucht mit Reitmanegen, einen aktiven Melkroboter, Kälber, Schafe und Kleintiere aller Art zu bewundern, sondern auch tropische Gewächshäuser, Apfelplantagen und eine traumhafte Parkanlage. Eifrig wurden Pläne geschmiedet, wie man so etwas auch in Erding auf die Beine stellen könnte.

Die Schüler*innen waren bestens in den Familien untergebracht und à la francaise versorgt. Ein abwechslungsreiches und von französischer Seite bestens organisiertes Programm führte die Gruppe, die von ihren Lehrkräften Ramona Ries und Gerhard Häußler begleitet wurde, zu mehreren Höhepunkten der an Sehenswürdigkeiten unerschöpflich reichen Gegend. So wurde selbstverständlich die Großstadt Lille ebenso wie das belgische Brügge besucht. In deutsch-französischen Arbeitsgruppen erschloss man sich wichtige Aspekte der beiden Weltkriege in La Coupole, einem zum Museum umgestalteten Betonbunker, den die Nazis zur Raketenherstellung erbaut hatten. Entspannung fand man auf einer Bootsfahrt durch die Kanallandschaft des Clairmarais oder im größten Aquarium Europas, dem Nausicaa in Boulogne sur mer, nach dessen Besuch sich alle ergiebig auf dem riesigen Sandstrand austoben konnten. Die französischen Schüler*innen durften bei allen Ausflügen und Aktivitäten dabei sein, wodurch sich schon rasch echte Freundschaften entwickeln konnten und die Gruppe zusammenwuchs. Das gemeinsam in den Familien verbrachte Wochenende konnte dies nur noch verstärken.

Das KAG ist sehr froh, mit dem Institut de Genech eine ideale Partnerschule gefunden zu haben, die es auch den fortgeschritteneren Französisch-Schülern erlaubt, ihre Kenntnisse von Sprache, Land und Leuten weiter zu vertiefen. Und das mit Riesenspaß!

Harmonischer Gegenbesuch der französischen Partnerschule

Nach dem fulminanten Auftakt des neuen Partnerschaftsprojektes mit dem französischen Gymnasium Institut de Genechaus der Nähe von Lille in Nordfrankreich im Mai dieses Jahres, als unsere Gruppe dort mit einem überwältigenden Programm und bester Gastfreundschaft empfangen wurde, waren diesmal die Erdinger gefragt, es ihren neuen französischen Freunden gleich zu tun und ihnen einen außergewöhnlichen Aufenthalt zu gestalten.

Schon bei der durch mehrere Staus etwas verspäteten, dafür aber umso mehr gefeierten Ankunft wurde deutlich, dass sich hier „alte Bekannte“ wieder treffen und auf die gemeinsame Zeit freuen. Und soharmonisch und ereignisreich wurde es dann auch. Neben der großzügigen Unterbringung und Bewirtung in den Familien, die sich alle Mühe gaben, den Gästen hiesige Spezialitäten und Lebensgewohnheiten nahe zu bringen, sorgte ein sehr dichtes und abwechslungsreiches Programm für Begeisterung bei den 16- und 17-jährigen Französinnen und Franzosen. Schon beim Empfang am Freitagmorgen betonte Schulleiter Hans-Joachim Fuhrig die Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft als Motor für die europäische Zusammenarbeit und erinnerte daran, dass auch ein Präsident Macron einst als Austauschschüler das Nachbarland kennen-und schätzen gelernt hatte. Am Nachmittag ging es dann zusammen mit den deutschen Partnern nach München zum Marienplatz, ins Olympiazentrum und indie BMW-Welt.
Die Gestaltung des Wochenendes lag traditionsgemäß in den Händen der Familien. Die Unternehmungen waren sehr vielfältig und die Jugendlichen haben viel gemeinsam auf die Beine gestellt. In der Therme etwa waren französische Freudebekundungen entsprechend häufig zu hören!
Am Montag machte sich die Gruppe dann in ein weiteres EU-Land auf, nach Salzburg in Österreich. Man entdeckte die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, genoss ein paar „Schmankerl“ und erklomm die Festung mit ihrem sagenhaften Rundblick.
Eine Besichtigung der Erdinger Weißbierbrauerei sowie der Allianz-Arena standen am Dienstag auf dem Programm. Beide konnten sich über mangelnden Umsatz im Souvenirshop nicht beklagen.
Großartige Naturerlebnisse bot der Bergausflug auf den Wendelstein. Nach anfänglicher Bewölkung eröffnete sich ein umwerfender Ausblick mit herrlichem Sonnenschein, sodass es die meisten der Schülerinnen und Schüler, Deutsche wie Franzosen, wagten, den Abstieg zu Fuß anzutreten, um glücklich wieder im Tal zu landen. Für die meisten ein unvergessliches Erlebnis. Nach einem zweiten Besuch Münchens mit Stadtführung und Entdeckung der Eisbach-Surfer war die Woche dann auch schon wieder vorbei und die Gäste machten sich am Freitagmorgen auf die Heimreise. Der Abschied fiel vielen sehr schwer, aber schon jetzt steht fest, dass etliche sich bald wiedersehen werden. Und im nächsten Schuljahr beginnt eine neue Runde mit neuen Teilnehmern.