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Nachbericht des P-Seminars „Erding 3000“

Viele Erfahrungen sammelte das P-Seminar Hike & Bike alias „Erding 3000“ in der geplanten Woche vom 4. bis zum 10. Juli 2019. Gut trainiert vom Trainingswochenende am 1. und 2. Juni starteten wir nach einer Rede von Frau Hofmann mit den Mountainbikes durch die Türen unserer Schule. Bei bestem Wetter konnte die erste Etappe von etwa 100km angegangen werden. An einer Heilquelle vorbei verließen wir allmählich das Flachland. Entlang der Leitzach und neben wunderschönen Weiden rollten wir fast wie von selbst nach Bayrischzell, wo wir für unsere Selbstversorgerhütte einkauften. Dort angekommen bereiteten wir als erstes unsere Brotzeit, die nach der weiten Strecke jedem recht war.

Am Freitag, den 5. Juli 2019 führte die Tour nach Zell am Ziller. Doch zwischen uns und dem Ziel stand noch der Elendsattel, der, wie der Name vermuten lässt, recht steile Stellen zu bieten hatte. Dafür wurden wir, oben angekommen, mit einer wirklich langen Abfahrt belohnt. Um den Beinen etwas Abwechslung zu bieten, gingen wir ein paar Schritte in die Kaiserklamm hinein, danach kehrten wir in einen Gasthof ein, um neue Kraft für die Weiterfahrt zu schöpfen. Dann waren es nur noch ein paar „Hügel“, die es zu bewältigen galt. Ziemlich flach waren die letzten 30 km dieses Tages ins Zillertal hinein. In Zell angekommen, gönnten sich jeder ein Eis, bevor wir nach einem Einkauf Spaghetti in der Unterkunft kochten. Am Spielplatz des Hofes konnte abends noch die restliche Energie rausgelassen werden. Am dritten Tag ging es die Gerlospaßstraße hinauf. Bei immernoch strahlendem Sonnenschein wurde es ganz schön heiß, während wir die Höhenmeter bezwangen. Oben in Gerlos war unsere Tagestour noch längst nicht vorbei. Hinter dem Gerlosspeichersee ging es nochmal einen Berg hinauf, auf der anderen Seite wieder etwas runter und schließlich noch die fast letzte Anstrengung für diesen Tag, an den Krimmler Wasserfällen vorbei. Noch etwa 20km führte der Weg in das Krimmler Achental hinein, bis wir endlich unser Zuhause für drei Tage, das Krimmler Tauernhaus, erreichten. Hier mussten wir uns nicht um das Essen kümmern und konnten die müden Muskeln in der Sauna regenerieren. Auf dem Tauernhaus stieß auch das Filmteam vom BR zu uns. Am nächsten Tag ging es diesmal zu Fuß zu unserem Ziel, der Richterspitze (3052 m). Bei leichtem Regen machten wir uns vom Tauernhaus auf und ahnten noch nicht, dass wir den Gipfel aufgrund eines Gewitters leider nicht mehr ganz erreichen konnten. Doch auch der Bergführer, der uns begleitete, riet den Harten davon ab, noch den Gipfel zu erklimmen. Auf das Abendessen freuten wir uns nach dieser Bergtour durch Schneefelder trotzdem ganz besonders. Am Montag bestiegen wir das Gamsspitzl (2888 m), dessen Gipfel wir auch erreichen konnten. Auf dem Weg hinauf konnten wir uns bei einer Einkehr in die Warnsdorfer Hütte aufwärmen, denn draußen war es ziemlich kalt. Im Tauernhaus zurück konnten wir sowieso wieder erwärmen. Doch wir mussten auch schon wieder zusammenpacken, denn am nächsten Tag ging es an die Heimreise. Jetzt durften wir die ganzen Höhenmeter, die wir raufgefahren sind, wieder runter fahren. Ein letzter Berg stand uns bevor, den wir bei dichtem Nebel hinauf fahren mussten. Kaum auf der anderen Seite angekommen, klarte das Wetter auf. Ab da ging es nur noch den Inn entlang nach Oberaudorf, wohin uns Zelte für die letzte Übernachtung gebracht wurden. Den letzten Abend ließen wir bei einer guten Pizza und Eis ausklingen. Eine lange Mittagspause konnten wir uns am letzten Tag unserer Tour leisten, da wir so flott unterwegs waren, dass wir sonst viel früher als angekündigt zurückgekommen wären. Am KAG wurden wir schon mit „We are the champions“ erwartet. Das trifft das Gefühl nach einer solchen Tour sicherlich ziemlich gut, spätestens bei der Rückkehr wurde jedem richtig bewusst, was wir geleistet haben: eine Fahrt in die Berge und den Bestieg solcher und die Fahrt zurück, und das alles aus eigener Kraft.

Hannah Lichtmanegger